Von Beginn an entwickelte sich eine packende Partie. Beide Mannschaften zeigten, dass sie in der Liga zu Recht auf den Plätzen eins und zwei liegen. Das Tempo war enorm hoch, es gab kaum Zeit zum Durchatmen. Cottbus war im Angriff sehr effizient. Werder hingegen war immer wieder mit schnellen Tempogegenstößen erfolgreich.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte der LHC einen Lauf. Angetrieben von einem bärenstarken Torhüter Filip Hancic – er kam am Ende auf starke 22 Paraden und zwei Tore – erspielten sich die Gastgeber eine 3-Tore Führung (18:15).
Der LHC war - im Gegensatz zu manch anderen Spielen - zu Beginn der zweiten Hälfte hellwach. Kreisläufer Marc Schmitz lief in den Anfangsminuten heiß. Er erzielte vier Tore in kurzer Zeit. So konnten sich die Cottbuser auf 27:21 (44. Minute) absetzen. Die Vorentscheidung war das aber nicht, denn Werder kämpfte sich im Stile einer Spitzenmannschaft wieder heran. Fünf Minuten vor Schluss führte der LHC nur noch mit zwei Toren. Doch die Mannschaft behielt die Nerven.
Drei Sekunden vor dem Ende nahm LHC-Trainer Bennett Speed noch eine Auszeit, um einen Spielzug anzusagen. Der war auch erfolgreich. Kuno Schauer traf in der letzten Sekunde zum Endstand 34:31. Damit hat der LHC, der das Hinspiel mit zwei Toren verlor, den direkten Vergleich gegen Werder gewonnen. Das würde im Falle einer Punktgleichheit am Ende entscheidend sein.
„Ich bin so stolz auf die Mannschaft heute“, sagte LHC-Trainer Bennett Speed nach dem Spiel. Er saß das erste Mal als Coach in ausverkaufter Halle auf der Bank. „Werder hat uns alles abverlangt. Sie haben über die Hälfte der Tore mit ihrem schnellen Tempospiel erzielt. Das hat uns ziemlich gestresst. Aber wie wir das dann souverän zu Ende gespielt haben, das war sehr stark. Eine sehr reife Leistung meiner Mannschaft.“
Mit 34:8 Punkten liegt der LHC Cottbus vier Punkte hinter Werder auf Platz zwei. Am kommenden Samstag gibt es auswärts beim Tabellenvierten Usedom das nächste schwere Spiel.